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08.06.2019


 
 

 

 

Kindergottesdienst

Jeden ersten Sonntag im Monat feiern wir um 10:30 Uhr unseren Kindergottesdienst im Gemeindehaus in Zautendorf. Wir laden dazu alle Kinder ab 3 Jahren ganz herzlich ein um mit uns zu singen, basteln und Geschichten zu hören. Anmeldung ist nicht notwendig, kommt einfach bei uns vorbei.
Wir freuen uns auf Euch!

Mai 2019

Am 05. Mai hieß uns unser Pfarrer Thomas Miertschischk in der Johanneskirche Zautendorf herzlich Willkommen. Wir sangen mit der Gemeinde ein Lied, zündeten unsere Kerze an und gingen mit ihr zurück
ins Gemeindehaus. Dort gestaltete jedes Kind sein eigenes Liederbuch. Wir werden zukünftig aus diesem Buch immer wieder zusammen Lieder singen und bestimmt das ein oder andere Ständchen mit Flöte oder Trompete von unseren Kindern bekommen. Wir freuen uns schon darauf und vielleicht hören wir ja das erste bereits beim nächsten Kindergottesdienst am Sonntag, 2. Juni um 10.30 Uhr.

April 2019

Das Osterfest rückt immer näher und auch wir im Kindergottesdienst haben uns nicht nur mit dem Bemalen und Verzieren von den Ostereiern beschäftigt. Die Geschichte über die Auferstehung Jesu hat uns Celina „kindgerecht“ vorgelesen. Wir hoffen eure Eier haben einen schönen Platz bei euch zu Hause gefunden. Wir wünschen allen Kindern und ihren Familien ein wunderschönes Osterfest und freuen uns schon heute auf den nächsten Kindergottesdienst am 05. Mai 2019 um 10.30 Uhr im Gemeindehaus Zautendorf.

Für das KiGo-Team Simone Schuh


 
 

 


 
Das Kirchenjahr

Pfingsten

„Geburtstag der Kirche“

An Pfingsten feiern Christen den Heiligen Geist, der alle Gläubigen weltweit erfüllt und verbindet. Dafür haben Künstler früh das Bild einer weißen Taube gefunden. Pfingsten gilt als der „Geburtstag der Kirche“ und als Beginn der weltweiten Mission. Es ist das dritte große Fest im Kirchenjahr, nach Weihnachten und Ostern.

Was hat die Taube mit Pfingsten zu tun?

Die Taube gilt als Symbol des Heiligen Geistes. Schon in der Antike stand sie für Sanftmut und Liebe – aufgrund der falschen Annahme, sie habe keine Gallenblase und sei daher frei von allem Bitteren und Bösen. In der biblischen Geschichte von der Sintflut bringt eine von drei ausgesandten Tauben einen grünen Ölzweig zur Arche Noah zurück und signalisiert damit Rettung und Neuanfang.

Die eigentliche Herleitung der Taube als Symbol für den Heiligen Geist aber kommt aus dem Neuen Testament: Die Evangelisten berichten, dass sich nach der Taufe Jesu im Jordan der Himmel öffnete und der Geist Gottes in Gestalt einer Taube herabkam. Zugleich war die Stimme zu hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“, wie es im Matthäus-Evangelium heißt.

In der kirchlichen Tradition steht sie für das Pfingstwunder – der Heilige Geist steigt hinab zu den Menschen. Dabei kommen in der biblischen Pfingstgeschichte überhaupt keine Tauben vor. Hier stehen ganz andere Bilder im Vordergrund: Es wird berichtet, wie die in Jerusalem versammelten Jesus-Anhänger plötzlich ein Brausen vom Himmel erleben, einen gewaltigen Wind, der das ganze Haus erfüllt. Ihre vielen Fragen sind plötzlich wie weggeblasen, sie verstehen auf einmal, was es mit Jesu Tod und Auferstehung auf sich hat und predigen dies in fremden Sprachen, die sie eigentlich gar nicht beherrschen.

In der Barockzeit wurden oft zu Pfingsten lebende Tauben in den Kirchen freigelassen. In anderen Gotteshäusern ließ man eine hölzerne Taube über den Köpfen der Gläubigen durch eine Öffnung in der Kirchendecke herunter, das „Heilig-Geist-Loch“. Mit Weihrauch und Gebet empfing die Gemeinde dann das Heilig-Geist-Symbol.

Warum gehen wir an Pfingsten raus?

Zu Pfingsten laden viele Kirchengemeinden – ähnlich wie an Himmelfahrt – zu Gottesdiensten im Grünen ein: Klappstühle und Sonnenhüte nicht vergessen, und zum Kirchkaffee gibt es Grillwürstchen! Woher kommt der Brauch, Pfingsten unter freiem Himmel zu feiern?

Als sich Pfingsten das erste Mal ereignete, waren Menschen „aus allen Völkern unter dem Himmel“ in Jerusalem zusammengekommen, um das jüdische Wochenfest, genannt Schawuot, zu feiern. Die Apostelgeschichte zählt sie alle auf: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner Mesopotamiens und Judäas, aus Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen sowie Einwanderer aus Rom, Juden, Kreter und Araber. Sie alle kamen nach Jerusalem – und wurden Zeugen der ersten öffentlichen Predigt der Jünger Jesu. So ging aus dem jüdischen Schawuot das christliche Pfingstfest hervor, dessen Name auf das griechische Wort „pentekoste“ („der fünfzigste“) zurückgeht: Pfingsten fällt auf den 50. Tag nach Ostern.

Schawuot ist ein Erntedankfest, an dem man die Reife der ersten Früchte feiert, und zugleich das „Fest der Toragebung“, mit dem Juden an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten und den Empfang des göttlichen Gesetzes am Berg Sinai (2. Mose 34ff) erinnern. Es wird sieben Wochen nach Pessach gefeiert – daher auch der Name Wochenfest. In Schawuot klingt auch das hebräische Zahlwort für „sieben“ an.

Feuerzungen und brausender Wind
Zur Zeit der beiden Tempel in Jerusalem (ca. 950 v.Chr. bis 70 n.Chr.) gehörte Schawuot neben Pessach (zur Erinnerung an die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei) und Sukkot (Laubhüttenfest zur Erinnerung an die Wüstenwanderung) zu den drei Wallfahrtsfesten, an denen Juden aus aller Welt nach Jerusalem reisten. Auch wenn einige dieser Menschen in der Stadt „wohnten“ (Apg 2,5), hielten sich andere wahrscheinlich nur für ein paar Tage in der Hauptstadt auf – als Pilger. Und es liegt wohl in der Natur von Pilgerfesten, dass sie sich – allein wegen der Menschenmassen – vorwiegend im Freien abspielen.

Unter freiem Himmel könnte man sich auch gut vorstellen, was im Neuen Testament von diesem Wochenfest berichtet wird. Nach der Erzählung in der Apostelgeschichte ergoss sich der Heilige Geist über die Nachfolger Jesu, die unter den Pilgern waren: „Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen“, so dass sie in Fremdsprachen predigen konnten, „wie der Geist ihnen gab auszusprechen“ (Apg 2,3f). Weil neben den Feuerzungen auch von einem „Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind“ (Vers 2) die Rede ist, sind die erstaunlichen Ereignisse am ehesten „open air“ vorstellbar, auch wenn am Ende von Vers zwei eindeutig steht: „… erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.“ Der weitere Bericht allerdings legt nahe, dass dann doch nicht alle Zuhörenden in das Haus hineingepasst haben dürften, sondern sich (auch) draußen vor der Tür versammelten: „Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen…“

Fünfzig Tage von der Blüte zur Frucht
Vor dieser bunten Versammlung nun hielt Petrus eine Predigt – und alle verstanden ihn, denn es hörte „jeder seine eigene “ (Apg 2,8). Petrus rief sie auf zu Buße und Taufe, 3000 Menschen ließen sich der Apostelgeschichte zufolge allein an diesem Tag taufen. Darum erinnert die Kirche an Pfingsten als den Tag, an dem die öffentliche Predigt und Mission begannen.

Juden feiern Schawuot heute mit Gottesdiensten, in denen die zehn Gebote vorgelesen und die Synagogen mit Pflanzen geschmückt werden. „Fünfzig Tage vergehen, bevor sich aus der Apfelblüte eine Frucht entwickelt, fünfzig Tage wartete das Volk Israel in der Wüste, bevor es die Tora aus der Hand des Herrn empfing“, so verbindet das talmudischen Traktat Psika Sutrata die beiden Bedeutungen des jüdisches Festes, die naturbezogene und die historische.

Tradition eines Pilgerfestes
Manche der heutigen Pfingst-Traditionen knüpfen offenbar an den Erntebezug von Schawuot und auch an das jüdische Pilgern an – in Prozessionen oder Wanderungen Richtung Waldrand, in Frankfurt am Main oder Hamburg auch zu Kirchenfesten mitten in die Stadt. Große Prozessionen gibt es in Schwaben oder auch Korschenbroich (NRW), Umritte und Reiterspiele im Rheinland.

Und natürlich hängt das Feiern im Freien auch ganz einfach mit der Sehnsucht nach Sonne, Wärme und Bewegung zusammen. Der früheste Termin für das Fest ist der 10. Mai, sieben Wochen nach dem ersten möglichen Termin für Ostern. Dieser wiederum richtet sich nach dem astronomischen Frühlingsanfang, der auf der Nordhalbkugel auf den 19., 20. oder 21. März fallen kann - wobei für die Berechnung von Ostern der 21. März zugrunde gelegt wird. Das Fest der Auferstehung wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert, also frühestens am 22. März.

Während zu Ostern mancherorts noch Schnee liegen kann und die Kinder ihre Ostereier womöglich im Haus suchen müssen, ist zu Pfingsten – endlich – mit grünen Bäumen und bunten Blumen zu rechnen, so dass es die Menschen einfach nach draußen zieht.

 

Trinitatis

DTrinitatis ist das Fest der Dreieinigkeit, das am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert wird. Christen glauben an Gott, der sich in drei Gestalten zeigt: als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese dreifache Offenbarung Gottes nennt man Dreieinigkeit (lateinisch „Trinität“). Mit Trinitatis kommt die Zeit großer Feste im Kirchenjahr, von Weihnachten über Ostern bis Pfingsten, zum Abschluss.

Am ersten Sonntag nach Pfingsten begehen Christen den Dreifaltigkeitssonntag. Dieser Tag wird auch Trinitatis genannt und geht nicht auf ein konkretes Ereignis im Leben Jesu zurück. Im Mittelpunkt steht die Heilige Dreifaltigkeit aus Gott, Sohn und Heiligem Geist – das ist auch die Bedeutung des lateinischen Namens „Trinitatis“ („drei“ und „Einheit“) für das Fest. Im Kirchenjahr beginnt mit Trinitatis eine Zeit ohne große Feste. Damit geht die große Entwicklung zu Ende, die von Weihnachten aus den Bogen über Ostern bis Pfingsten spannt. Die nachfolgenden Sonntage werden daher durchgezählt als erster, zweiter, dritter usw. „Sonntag nach Trinitatis".

Trinitatis wurde erst im 14. Jahrhundert fester Bestandteil des Kirchenjahres. Einheitliche Bräuche oder eine Festtradition gibt es nicht. Eine beliebte Darstellung in der Kunst zeigt Gottvater mit dem leidenden Christus, über ihnen schwebt der Geist in Form einer Taube.

Mit dem Begriff Dreieinigkeit sagen Christinnen und Christen, dass Gott drei Seinsweisen hat.
Nach Matthäus 28,19 sollen Christen auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen. Hier ist von Vater, Sohn und Heiligem Geist die Rede, aber noch nicht davon, dass es sich um die drei Personen der Gottheit im Sinne der Trinitätslehre handelt. Trinität – oder Dreifaltigkeit – heißt, dass Gott in drei Seinsweisen existiert: als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Die Diskussion um die Trinität begann im vierten Jahrhundert nach Christus. Sie ist sehr philosophisch geprägt, da die Lehre von der Trinität in der Bibel nicht explizit vorkommt (siehe unten). Es geht also um Lehrmeinungen darüber, was die Bibelstellen über Gott, Jesus und den Heiligen Geist für den christlichen Glauben bedeuten. Die Sprache der Philosophie in der Antike, der sich die Theologen bedienten, war Griechisch. Um auszudrücken, dass Gott eine Einheit ist, benutzte man den Begriff ousia (Wesen). Um auszudrücken, dass dieses Wesen in drei Seinsweisen besteht, benutzte man den Begriff hypostaseis (Hypostasen). Die griechische Formel, auf die sich die Theologen einigten, um Gott zu beschreiben lautete „mia ousia – treis hypostaseis“ (ein Wesen – drei Hypostasen). Der Begriff „Hypostasen“ war jedoch zweideutig. Die gängige Übersetzung ins Lateinische war substantia (Substanz). Die Theologen verstanden darunter aber drei „Seinsweisen“. Weil dies missverständlich war, griff man im Lateinischen auf eine Formel des lateinischen Theologen Tertullian zurück: „tres personae, una substantia“ (drei Personen, ein Wesen).

Das Wort versucht, das scheinbar Unmögliche auszudrücken, nämlich dass Gott gleichzeitig drei und einer ist. Um das zu verstehen, hilft es, sich vor Augen zu führen, wie Menschen Gott in der Geschichte erfahren haben: als Schöpfer, der seine Welt und die Menschen liebt wie ein Vater seine Kinder. Als ein Gott, der in Jesus Christus, seinem Sohn, selbst Mensch geworden ist und das menschliche Leben geteilt hat. Und schließlich als Gott, der im Heiligen Geist bei den Menschen immer noch gegenwärtig und lebendig ist.

entnommen aus www.ekd.de
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03/2019